Spitz an der Donau
Spitz an der Donau zählt zu den schönsten und ursprünglichsten Orten der Wachau. Der historische Weinort liegt eingebettet zwischen Donau, steilen Terrassenweingärten und den Ausläufern des Jauerlings und steht wie kaum ein anderer Ort für jene Verbindung aus Landschaft, Wein, Geschichte und Ruhe, die einen Aufenthalt in der Wachau so besonders macht. Wer durch Spitz spaziert, erlebt keine reine Sehenswürdigkeit, sondern einen gewachsenen Ort mit echtem Charakter – charmant, traditionsreich und zugleich eng mit dem Leben an der Donau verbunden.
Auch geschichtlich ist Spitz bemerkenswert. Der Ort gehört zu den ältesten Siedlungen Niederösterreichs; bereits im Jahr 865 wird Spitz urkundlich genannt, und schon ab dem 9. Jahrhundert sind hier Weingärten belegt. 1347 wurde Spitz erstmals als Markt bezeichnet. Besonders spannend ist, dass das Gebiet über viele Jahrhunderte dem Kloster Niederaltaich gehörte und damit lange eine bayerische Enklave in Österreich war. Diese ungewöhnliche Geschichte prägt den Ort bis heute und erklärt, warum Spitz in der Wachau nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturhistorisch eine besondere Stellung einnimmt.
Für die kulturelle Einordnung der Wachau ist Spitz ebenfalls von großer Bedeutung. Nach Angaben der Marktgemeinde umfasste die Bezeichnung Wachau ursprünglich nur Spitz und die Arnsdörfer, bevor später weitere Orte dazukamen. Damit ist Spitz nicht einfach nur ein hübscher Weinort, sondern eng mit der historischen Identität der Wachau selbst verbunden. Gerade für Gäste, die die Region nicht nur sehen, sondern auch verstehen möchten, ist Spitz deshalb ein besonders lohnender Ort.
Zum besonderen Ortsbild tragen mehrere markante Bauwerke bei. Sehenswert sind vor allem die Pfarrkirche St. Mauritius mit ihrem auffälligen Turmdach und ihrer ungewöhnlich geknickten Achse, die Ruine Hinterhaus hoch über dem Ort, das Schloss Spitz, das Alte Rathaus sowie das Schifffahrtsmuseum im Erlahof. Gerade die Ruine Hinterhaus gehört zu jenen Aussichtspunkten, von denen sich die Wachau von ihrer eindrucksvollsten Seite zeigt – mit Blick auf Donau, Weinberge und den historischen Markt.
Für Urlaubsgäste ist Spitz aber nicht nur wegen seiner Geschichte reizvoll, sondern auch wegen seines Lebensgefühls. Der Ort ist stark vom Weinbau geprägt, mit berühmten Lagen wie dem Tausendeimerberg, und eignet sich ideal für Spaziergänge durch die alten Gassen, Heurigenbesuche, Wanderungen auf den umliegenden Höhen oder Ausflüge entlang der Donau. Auch die Verbindung per Fähre nach Arnsdorf gehört zum typischen Wachau-Erlebnis und macht Spitz zu einem wunderbaren Ausgangspunkt für Touren zu Fuß, mit dem Rad oder in Kombination mit Schifffahrt und Bahn.
Gerade deshalb ist Spitz für viele Besucher einer der stimmungsvollsten Orte der gesamten Wachau: ein Ort, an dem sich die Geschichte der Region, die Bedeutung des Weinbaus und die besondere Schönheit der Donau auf sehr authentische Weise begegnen. Wer die Wachau in ihrer ursprünglichen, kultivierten und zugleich entspannten Form erleben möchte, sollte Spitz unbedingt einplanen.
Highlights
- Einer der ältesten Orte Niederösterreichs (urkundlich seit 865)
- Pfarrkirche St. Mauritius & Ruine Hinterhaus
- Berühmte Weinlagen wie der Tausendeimerberg
- Schifffahrtsmuseum im Erlahof
- Fährverbindung nach Arnsdorf & idealer Ausgangspunkt für Touren
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